KULINARIK

 

Die besten Zwetschken reifen oberhalb des Talkessel von Landeck in den Orten Stanz-Grins-Pians. In dieser Region des Tiroler Oberlandes hat Obstproduktion lange Tradition. Mit 1.000 Metern Seehöhe ist es das höchstgelegene Obstanbaugebiet Europas. Das fruchtbare Hochplateau wurde als „Genussregion Stanzer Zwetschke“ vom österreichischen Lebensministerium ausgezeichnet.

Herausragende Frische und  Geschmack
Für das besonders intensive Aroma der Stanzer Zwetschken sind die nach Süden ausgerichteten Hanglagen der Obstgärten, unzählige Sonnenstunden, große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, hoher mineralischer Gehalt, ausgehend von humusreichen Quarzphyllitböden sowie der Föhn verantwortlich. Die erlesene Frucht besticht durch hervorragende Qualität, würzigen Geschmack und unvergleichliches Aroma. Der Haubenkoch und „Koch des Jahrzehnts“ Helmut Österreicher bezeichnet die Stanzer Zwetschke als kulinarische Einzigartigkeit. Er kennt nichts Vergleichbares - ein einmaliges Geschmackserlebnis.

Die Reifezeit in dieser Höhenlage dauert wesentlich länger als im Tal, daher erhalten die Stanzer Zwetschken viel mehr Sonnenstunden. Durch die lange Sonneneinstrahlung kann sich der typische süße Geschmack optimal entwickeln. Die kurzen Transportwege ermöglichen, dass die Stanzer Zwetschken erst dann geerntet werden, wenn sie ganz reif sind und sich ihr Geschmack voll entfaltet hat. Das sind entscheidende Qualitätsunterschiede zu Zwetschken aus anderen Anbaugebieten.

Zwetschken sind gesund
Die Zwetschken aus der Region haben einen hohen Fruchtzuckeranteil und enthalten fast alle B-Vitamine. Das stärkt die Nerven und das gesamte Immunsystem. Erntefrische Zwetschken schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und machen widerstandsfähig gegen Stress und Verstimmung.

Anbau durch Familienbetriebe
Die süßen Früchte werden von 48 kleinstrukturierten Familienbetrieben in den Orten Stanz, Grins und Pians angebaut. Der Obstanbau ermöglicht den Bauern ein zusätzliches Einkommen und die landwirtschaftliche Nutzung wird nachhaltig gesichert.

Das Kochbuch "Kulinarisches aus der Stanzer Zwetschke"
ist erhältlich bei: Der Grissemann in Zams, Brennereidorf Stanz, in den Stanzer Brennereien
 

Stanzer Zwetschken Knödel

Zutaten: ca. 20 Stanzer Zwetschken

Für den Kartoffelteig:

60 dag   mehlige Kartoffel

15 dag   griffiges Mehl

  5 dag   Grieß

  2 dag   zerlassene Butter

  1          Ei

              Salz, Muskatnuss

 

zum Ausarbeiten:

  8 dag   Brösel

  6 dag   Butter

  6 dag   Zucker

              etwas Zimt und Staubzucker

 

Kartoffelteig herstellen

Kartoffel kochen, schälen, heiß passieren, salzen, Muskat dazugeben mit Mehl, Grieß, Ei und zerlassener Butter rasch zu einem Teig verarbeiten.

 

Tipp: nicht zu lange kneten oder stehen lassen sonst wird der Teig zu weich. Besser nicht frisch geerntete Kartoffeln verwenden und mit dem Salz eher sparsam umgehen.

 

Die Stanzer Zwetschken mit dem Teig umhüllen. Die Knödel in reichlich Salzwasser leicht köcheln bis sie aufsteigen - ca. 15 min. Brösel leicht rösten, Butter zugeben und überkühlen lassen. Nach Belieben Zucker/Zimt beimengen. Die fertigen Knödel in der Bröselmischung wälzen und mit Staubzucker bestreuen.

 

 

Stanzer Zwetschken Marmelade

20 g Pektin mit 60 g Zucker mischen

 

- diese Mischung in 1 Kilo pürierte Stanzer Zwetschken einrühren unter ständigem Rühren aufkochen (82-84 C°), es können auch entsteinte, gefrorene Zwetschken verwendet werden

- 50 dag Zucker einrühren und noch einmal aufkochen lassen

- 6 g Zitronensäure dazu geben

- ca. 5 min weiterkochen - immer rühren!

- heiß in Marmeladegläser füllen

- Gläser kurz stürzen damit der Deckel heiß wird

 

Tipp: lieber kleinere Mengen einkochen damit man immer frische Marmelade genießen kann

Stanzer Zwetschken Röster

 

1 kg vorbereitete Stanzer Zwetschken (entsteint, geviertelt), es können auch entsteinte, gefrorene Zwetschken verwendet werden

50 dag Zucker

etwas Stanzer Zwetschkenlikör

 

- den Zucker karamelisieren dann die Stanzer Zwetschken dazugeben und

- rühren bis die Früchte weich sind aber nicht püriert!

- mit Zwetschkenkikör abschmecken

 

Tipp: passt gut zu Kaiserschmarrn oder Ziachkiacheln

 

 

© 2016 Michaela Thöni-Kohler